Jerome Harris (* 5. April 1953 in Flushing, New York City) ist ein US-amerikanischer Jazz
bassist und -gitarrist.
Harris spielte als KInd zunächst Akkordeon und später Violine in einem Schulorchester. Daneben lernte er autodidaktisch Gitarre und Bassgitarre. Während seines Psychologie- und Sozialwissenschaftsstudiums an der Harvard University, das er 1972 abschloss, spielte er in verschiedenen Jazzbands, u.a. mit dem Schlagzeuger Akira Tana. Im Anschluss studierte er bis 1977 Jazzgitarre am New England Conservatory of Music.
1978 wirkte er am Album
Don't Stop the Carnival von
Sonny Rollins mit, mit dem er während der 1980er Jahre weiter zusammenarbeitete. Zwischen 1988 und 1992 nahm er als Gitarrist in dessen Band an fünf CD-Aufnahmen teil. Weiter trat er in den 1980er Jahren u.a. mit
Oliver Lake,
Bill Frisell,
Bob Moses,
Jack DeJohnette, Ray Anderson,
Don Byron,
Bobby Previte,
Amina Claudine Myers, Bob Stewart,
George Russell,
Julius Hemphill und
Marty Ehrlich auf. 1986 erschien sein erstes eigenes Album
Algorithms.
Neben internationalen Tourneen mit Rollins (u.a. nach Japan) trat Harris mit dem Saxophonisten Sam Newsome und dem Gitarristen Marvin Sewell sowie mit Oliver Lakes Band
Jump Up in Afrika, in Indien und Südostasien mit dem Flötisten Jamie Baum und dem Gitarristen Kenny Wessel und im Mittleren Osten mit dem Vibraphonisten Jay Hoggard auf.
Am Konzert
Joni's Jazz zu Ehren von
Joni Mitchell wirkte Harris als Arrangeur, Gitarrist und Assistent des Leiters
Vernon Reid mit und trat u. a. mit
Chaka Khan,
Jane Siberry,
Duncan Sheik und
P.M. Dawn auf. Weiterhin wirkte er als Filmmusiker, trat im Broadway-Musical
Kat and the Kings auf und unterrichtet Geschichte und sozialen Kontext von Jazz und Blues am
Hampshire College in Amherst.